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Ihr NADORSTER EINBLICK am Donnerstag, 23. November 2017, um 03:51:17 Uhr

Ehrenamt ...

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Ehrenamt in Nadorst:



Ein Interview mit Inge Timmermann
Ehrenamtliche Mitarbeiter beim Ronald McDonald Haus Oldenburg


Das Ronald McDonald Haus Oldenburg ist ein Zuhause auf Zeit für Familien schwer kranker­ Kinder.­ Es liegt in unmittelbarer Nähe des Elisabeth Kinderkrankenhauses des Klinikums Oldenburg. In den 15 Apartments des Ronald McDonald Hauses Oldenburg, können bis zu vier Personen wohnen und sich in mehreren gemütlich eingerichteten Aufenthaltsräumen und einer Gemeinschaftsküche aufhalten. Alle Apartments sind mit Telefon, WC und Dusche ausgestattet. Die Übernachtungskosten betragen pro Nacht und Apartment 22,50 Euro und werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Ines Klemmer und Horst Milde sind die Schirmherren des Elternhauses.

Aus dem ganzen Weser-Ems-Gebiet kommen die Familien angereist, um ganz nah bei ihren oft schwer kranken Kindern zu wohnen. Das Team von 3 Hauptamtlichen Mitarbeiterinnen wird von 35 ehrenamtlichen Mitarbeiterrinnen und Mitarbeitern unterstützt, die wöchentlich 3 Stunden ihrer Zeit den Familien und dem Haus schenken. Die Zubereitung eines wöchentlichen Verwöhn-Frühstücks, eines Verwöhn- Abendessens, frisch gebackenem Kuchen, frischer Blumenschmuck, ein warmes Feuer im Kamin, viele Gespräche mit den Müttern und Vätern und Spielen mit den Geschwisterkindern, das sind die vielfältigen Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ronald McDonald Haus Oldenburg. Mit einer Auslastung von 97% in 2014 fanden 250 Familien ein Zuhause auf Zeit. Das zeigt, wie wichtig das Elternhaus für das-Weser-Ems Gebiet ist. Neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jederzeit herzlich willkommen.

Die ehrenamtliche Mitarbeiterin Inge Timmermann erzählt:

Seit acht Jahren arbeite ich jeden Montag für drei Stunden im Ronald McDonald Haus Oldenburg. Die Agentur:ehrensache der Stadt Oldenburg hat mir das Elternhaus vorgeschlagen. Was mir Spaß macht sind die vielfältigen Arbeitsbereiche. Da ich Floristin bin, pflege ich wöchentlich die Blumen und Pflanzen im Haus und dekoriere das Infohäuschen an der Straße. In der Zeit meines Dienstes von 12– 15 Uhr kommen immer Eltern für ihre Mittagspause in ihr Zuhause auf Zeit. Wir kommen ins Gespräch, ich höre die Sorgen der Eltern. Das Schöne für die Eltern ist, ich habe Zeit zum Zuhören. Ein besonderes Erlebnis für mich war ein Gespräch mit einem Vater, dem die Zeit während der OP seines Kindes zu lang wurde. Ich spreche mit den Eltern über Dinge, über die ich mir bis jetzt wenig Gedanken gemacht habe.

Neue Themen bewegen mich, ich erweitere meinen Horizont und das ist ein gutes Gefühl. Bei einer Anreise einer neuen Familie zeige ich das Haus, erkläre den Eltern ihr neues Zuhause und wenn ich sie dann in der nächsten Woche wiedersehe ist es schön zu hören, dass es dem Kind schon besser­ geht. Ein Highlight im Jahr ist die Sternfahrt der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung. Ich tausche mich mit ehrenamtlichen Kollegen aus ganz Deutschland aus und werde in verschiedenen­ Themen fortgebildet. Über mein Ehrenamt lernte­ ich schon viele liebe Menschen kennen, es ist eine Bereicherung für mein Leben. Ein Spruch von Wilhelm von Humboldt passt sehr schön zu meiner ehrenamtlichen Arbeit „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben“. Ich bin dankbar für diese Aufgabe und kann nur jedem empfehlen, sich ein Ehrenamt zu suchen.

Sie möchten Kontakt aufnehmen?

Für weitere Fragen und Informationen können Sie sich gerne an folgende Adresse wenden:
Ronald McDonald Haus Oldenburg
Breewaterweg 5, 26133 Oldenburg

Iris Neumann-Holbeck, Leitung
Telefon 0441 96979-0 Fax 0441 96979-79
E-Mail: haus.oldenburg@mdk.org

Alle Spenden aus der Region kommen direkt den Familien des Ronald McDonald Hauses Oldenburg zugute. www.mcdonalds-kinderhilfe.org

(Text: Iris Neumann-Holbeck, Inge Timmemann, Foto: Iris Neumann-Holbeck)


Ehrenamt in Nadorst:



Ein Interview mit Timo Neuhaus
Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr


Nadorster Einblick: Sie sind seit 16 Jahren ehrenamtlich als Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr Haarentor tätig. Aus welchen Beweggründen haben Sie begonnen, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Timo Neuhaus: Ich wollte mit 18 Jahren nicht zur Bundeswehr und habe den Dienst verweigert. Ich konnte mich zwischen dem Zivildienst und einem Ersatzdienst entscheiden, der über mehrere Jahre ging. Ich habe mich für die Freiwillige Feuerwehr entschieden, da ich so nach meiner Lehre weiter arbeiten konnte und nicht unterbrechen musste.
Nadorster Einblick: Warum lohnt sich ehrenamtliches Engagement für Sie?
Timo Neuhaus: Dieses Ehrenamt lohnt sich in vielerlei Hinsicht! Zum einen kann ich Menschen helfen, wenn sie in Not geraten sind. Das alleine ist es schon wert, soviel Zeit zu „opfern“. Die Aufgaben einer Feuerwehr sind sehr vielseitig und anspruchsvoll. Ich habe in den Jahren eine Menge dazu gelernt und auch viel Selbstvertrauen dadurch gewonnen. Zum anderen hat die Kameradschaft in der Feuerwehr eine sehr große Bedeutung, da man auch in stressigen und belastenden Situationen kommen kann. Dann ist es wichtig nicht alleine zu sein und sich auf die Kameraden verlassen zu können.­
Nadorster Einblick: Gab es ein besonders schönes Ereignis im Laufe der Jahre?
Timo Neuhaus: Wenn die Feuerwehr gerufen wird, ist es selten wegen schönen Ereignissen. Aber ich kann mich an einen Unfall erinnern, bei dem wir einen schwer verletzten jungen Mann aus dem Auto befreit haben. Er kam ins Krankenhaus und einige Wochen später besuchte er uns an einem Dienstabend und bedankte sich herzlich für die Hilfe, die sein Leben gerettet hatte. Das war ein sehr schöner emotionaler Moment für uns alle .
Nadorster Einblick: Gab es im Rahmen Ihrer bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeit auch Probleme oder Momente, die Ihnen negativ in Erinnerung sind?
Timo Neuhaus: In der Anfangszeit gab es mit meinem damaligen Arbeitgeber öfters Probleme, da er mich während der Arbeitszeit nicht zu Einsätzen gelassen hat, obwohl die Arbeitgeber dazu gesetzlich verpflichtet sind. Das war immer sehr ärgerlich. Es gibt auch manchmal unschöne Momente mit uneinsichtigen Leuten, die z.B. einen Umweg fahren müssen, weil wir eine Straße einsatzbedingt gesperrt haben. Aber das ist wirklich selten und nicht die Regel. Dann gibt es natürlich auch die Einsätze, bei denen wir mit dem Tod zu tun haben.
Nadorster Einblick: Haben Sie einen Tipp für Nadorster, die sich gerne ehrenamtlich engagieren wollen, z.B. bei der Freiwilligen Feuerwehr? Wie viel Zeit sollte man mitbringen?
Timo Neuhaus: Wenn man ein Ehrenamt ausübt, sollte man immer voll dabei sein. Gerade bei der Feuerwehr. Man macht Lehrgänge, geht regelmäßig zu den Übungsdiensten (bei uns Montagabend, alle zwei Wochen) und dann kommen natürlich auch noch die Einsätze. Mit dem Funkmelder an der Hose ist man praktisch 24/7 in Bereitschaft. Aber es lohnt sich! Man lernt viel dazu, hat mit Menschen zu tun und man kann helfen. Das macht eine Menge Spaß! Dazu kommt eine tolle Kameradschaft.
Nadorster Einblick: Suchen Sie aktuell ehrenamtliche Helfer?
Timo Neuhaus: Nachwuchs können wir immer gebrauchen! Wer zwischen 18 und 63 Jahre alt ist, kann sich sehr gerne bei uns melden und einen Schnupperdienst mitmachen. Nähere Informationen gibt es auf www.feuerwehr-oldenburg.de
Nadorster Einblick: Vielen Dank, dass Sie sich auch Zeit für uns genommen haben.

(Foto+Interviewfragen: Timo Neuhaus)


Ehrenamt in Nadorst:



Ein Interview mit Heidemarie Karstens
Friseurin im AWO-Altenwohnzentrum „Haus am Flötenteich“


Im kleinen Friseursalon von Heidemarie Karstens im AWO-Altenwohnzentrum „Haus am Flötenteich“ läuft Musik aus den 50er Jahren. „Auch die Preise sind so niedrig, dass man sie sich im Alter leisten kann“, erzählt uns eine Kundin. Seit über einem Jahrzehnt ist Heidemarie Karstens, die selbst einige Jahre in der Pflege beschäftigt war, in den verschiedensten Bereichen ehrenamtlich aktiv. Aktuell hilft sie u.a. ehrenamtlich bei der Organisation von Festen im „Haus am Flötenteich“. Auch nach Feierabend und zwischen den Terminen nimmt sie sich die Zeit für einen Schnack mit den Senioren und ist so mittlerweile willkommener Ansprechpartner für die verschiedensten Lebenslagen. Wir trafen Heidemarie Karstens zum Kurzinterview:

Nadorster Einblick: Aus welchen Beweggründen haben Sie begonnen, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Heidemarie K.: Das hatte ganz unterschiedliche Gründe. Ehrenamtlich aktiv zu sein, war für mich von Beginn an eine tolle Abwechslung zum beruflichen und privaten Alltag. Zudem steckte ich selbst schon oftmals in Situationen, in denen ich Hilfe benötigt und auch erhalten habe. Ich finde es wichtig, dies an die Gesellschaft zurückzugeben.
Nadorster Einblick: Warum lohnt sich ehrenamtliches Engagement für Sie?
Heidemarie K.: Für mich gibt es einfach nichts Schöneres, als das Strahlen in den Augen von Menschen, denen ich meine Aufmerksamkeit schenken durfte. Für viele Menschen ist etwas Zeit tatsächlich das größte Geschenk. Bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit hier in der AWO habe ich zudem das Gefühl, näher am Leben der Bewohner zu sein, als ich es sein könnte, wenn ich mich nur auf den Friseurberuf beschränken würde. Das macht mir einfach Freude.
Nadorster Einblick: Gab es ein besonders schönes Ereignis, das Sie mit dem Ehrenamt verbinden?
Heidemarie K.: Es gab einen Heiligabend vor ca. 4 Jahren, den ich recht spontan auf einer der Stationen feierte. Gemeinsam haben wir gesungen, ich habe Geschichten vorgelesen und es war alles in allem einfach ein Abend, der mich sehr bewegt hat. Es gab jedoch viele schöne Situationen im Laufe der Zeit.
Nadorster Einblick: Haben Sie einen Tipp für Nadorster, die sich gerne ehrenamtlich engagieren wollen? Welche Überlegungen sollten vorher getroffen werden?
Heidemarie K.: Wer sich überlegt ein Ehrenamt auszuüben, sollte wirklich Lust haben und nicht hinterfragen, was es ihm selbst eventuell bringt. Zudem ist nicht jedes Ehrenamt jedermanns Sache. Man sollte sich zuvor überlegen, ob man den Aufgaben und Situationen, die auf einen zukommen könnten, wirklich gewachsen ist.
Nadorster Einblick: Vielen Dank, dass Sie sich auch Zeit für uns genommen haben.



Ehrenamt in Nadorst:



Ein Interview mit Ingrid Goertz

Nadorster Einblick: Sie sind seit 2003 ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende des Kinderschutzbundes Oldenburg. Wann und aus welchen Beweggründen haben Sie begonnen, sich für den Kinderschutzbund zu engagieren?
Ingrid Goertz: Mitglied im Kinderschutzbund Oldenburg bin ich seit 1995. Meine Beweggründe lagen zunächst in Südamerika – Chile – wo ich mich in einem Slum engagierte und alleinerziehenden Müttern mit 10 Kindern half, ein etwas menschenwürdiges Leben zu führen. Nach meiner Rückkehr erfuhr der Kinderschutzbund Oldenburg von dieser Tätigkeit und nahm Kontakt zu mir auf und fragte mich, ob ich auch hier etwas für Kinder und ihre Familien tun würde.
Nadorster Einblick: Was gibt Ihnen Ihr Ehrenamt heute? Warum lohnt sich ehrenamtliches Engagement für Sie? Ingrid Goertz: Ein ehrenamtliches Engagement lohnt sich immer, denn man bekommt auch immer ganz viel zurück! Es ist ein gutes Gefühl, wenn man Hilfe in jeglicher Form geben kann. Das ist im Kinderschutzbund natürlich immer auch präventive Hilfe. Dafür sind Spenden nötig. Meine Aufgabe ist es u.a., alle unsere Angebote auch auf finanziell sichere Beine zu stellen. Dafür sind Spenden und Sponsoren zu finden!
Nadorster Einblick: Gab es ein besonders schönes Ereignis im Laufe der Jahre? Ingrid Goertz: Ich kann kein Ereignis besonders hervorheben. Besonders erfreut bin ich immer, wenn wir Menschen finden, die unsere Arbeit anerkennen und uns motivieren im Sinne unseres Mottos „gemeinsam für die Zukunft aller Kinder am Ball zu bleiben“ uns ideell und finanziell unterstützen.
Nadorster Einblick: Gab es im Rahmen Ihrer bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeit auch Probleme oder Momente, die Ihnen negativ in Erinnerung sind? Ingrid Goertz: Nein, negative Erinnerungen gibt es nicht. Es sind ja auch nicht nur Momente, in denen man nach Fassung ringen muss, sondern Fröhlichkeit und Gemeinsamkeit gehören auch dazu. Lachen ist bekanntlich eine gute Medizin.
Nadorster Einblick: Haben Sie einen Tipp für Nadorster, die sich gerne ehrenamtlich engagieren wollen, z.B. beim Kinderschutzbund? Wie viel Zeit sollte man mitbringen? Suchen Sie aktuell ehrenamtliche Helfer?
Ingrid Goertz: Wer sich für die ehrenamtliche Arbeit im Vorstand interessiert und für sich dort eine Möglichkeit der Mitwirkung am Geschehen und Gestalten des Kinderschutzbundes Oldenburg e.V. sieht, sollte Kontakt zu uns aufnehmen und den Kinderschutzbund näher kennenlernen. Es lässt sich nicht in Zeit einteilen, wie viel man für ein Engagement einbringen möchte. Das ist eine Frage der gemeinsamen Zusammenarbeit im Vorstand. Natürlich suchen wir immer ehrenamtliche Helfer. Auch für unsere außerhäuslichen Aktivitäten (z.B. für den Weltkindertag).

Genaue Informationen bekommt man übrigens unter www.kinderschutzbund-oldenburg.de oder telefonisch unter 0441/84590.

Eines möchte ich noch bemerken: Wir feiern 2015 Geburtstag: 1975 – 2015 - 40 Jahre Kinderschutzbund Oldenburg

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