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Ihr NADORSTER EINBLICK am Mittwoch, 26. Juli 2017, um 03:34:08 Uhr

Randnotiz, die Kolumne ...

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Kolumnen






Randnotiz, die Kolumne vom Januar 2012:

Vorsicht, Ansteckungsgefahr!

„Hatschi!“ – „Gesundheit!“ Es ist Erkältungszeit. Um nicht angesteckt zu werden, ist es vor allem wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen.

Glaubt man der Werbung, sollte/muss man desinfizierende Seife nutzen und am besten alles desinfizieren, mit dem man irgendwie in Berührung kommt, ja sogar antibakterielle Müllbeutel soll man verwenden. (Häh? Die machen für mich ungefähr so viel Sinn wie ein schmutzabweisender Putzlappen.)

Und durch einen klinisch reinen Fußboden sollen vor allem unsere Kleinsten geschützt werden, wenn sie – oh Schreck! – auf allen Vieren umherkrabbeln.

Dabei ist mittlerweile erwiesen, dass unser Immunsystem „trainiert“ werden muss. Wenn wir nicht ständig mit Bakterien und anderen Krankheitserregern konfrontiert werden, entwickeln wir Allergien und „verweichlichen“.

Als Kinder haben wir doch alle mal Sand gegessen, oder? „Dreck reinigt den Magen“, hieß es damals.

Aber sollte ich meinem Sitznachbarn im Bus nun dankbar sein, wenn er mich mit seinem Schnupfen ansteckt?

Für den, den es erwischt, tut es mir leid, aber vom Nebenmann direkt angeniest zu werden, ist trotzdem nicht schön.

Also: Bitte Hand vor den Mund beim Niesen. Oder in den Ellenbogen niesen, wie es die Benimmtrainer heutzutage empfehlen. Danke!

Eure Anja.

(ajl)



Randnotiz, die Kolumne vom Oktober 2011:

Kennen Sie das?

Sie haben bis über beide Ohren zu tun, arbeiten wie verrückt an einem wichtigen Projekt und stehen kurz vor der Fertigstellung – dann der Schock:

Ein ganz wichtiger Bestandteil fehlt. Nicht nur ein Baum wurde übersehen – der ganze Wald ist irgendwie aus dem Fokus gerutscht.

Genau so ist es diesmal unserer Randnotiz ergangen. Erst als die Oktober-Ausgabequasi druckreif war, haben wir festgestellt, dass unsere liebgewonnene Kolumne fehlt. Mist!

Was lernen wir daraus fürs Leben?

Zwischendurch einfach mal innehalten und den Blick für das große Ganze weiten!

(axl)



Randnotiz, die Kolumne vom September 2011:

Guerilla Knitting

Was ist denn hier los? Wie niedlich! Anmutig schmiegen sich plötzlich überall liebevoll gehäkelte, gestrickte und gefilzte Stoffe um Flora, Stahl, Stein und Beton.

Dachte ich zuerst noch, jemand erlaubte sich dort einen – zugegebenermaßen optisch sehr ansprechenden – Scherz, tauchen die hübschen Verzierungen mittlerweile an vielen Ecken in Oldenburg auf.

Farbenprächtig und kunstvoll, lenken sie mich vom tristen Einheitsgrau des momentanen Sommers (oder auch Nicht-Sommers) ab.

Jetzt werden also schon Laternenpfähle, Fahrradständer und Bäume eingekleidet?! Bei diesem Sommer eigentlich nicht anders zu erwarten. Guerilla Knitting nennt man diesen neuen Trend.

Statt Blumen im Beet gibt es nun eben gehäkelte Blumen am Laternenpfahl. Ich bin gespannt, ob in der nächsten Zeit in Oldenburg noch mehr „verhüllt“ wird.

Im Gegensatz zur „Kunst aus der Sprühdose“ werden die kleinen Kunstwerke vielleicht aber auch wieder genauso sang- und klanglos verschwinden, wie sie vor einigen Monaten aufgetaucht sind.

Na ja. Schade eigentlich …



(Mechthild Oetjen)






Randnotiz, die Kolumne vom August 2011:

Auch mit 41 bleibt man Kind

Letzte Woche rief meine Mutter an: „Kannst du mir mal sagen, wieso wir euch eigentlich nicht im Garten helfen dürfen?“ Mehrfach hatten meine Eltern ihre Hilfe angeboten, aber ich wollte ihnen das nicht zumuten.

Die Vorgeschichte: Unser Garten ist uns leider „etwas“ entglitten. Vor einigen Wochen habe ich voller Wut die ganze Kirschlorbeerhecke gefällt und dabei den gesamten Garten in Schutt und Asche gelegt.

Danach: Arbeit, Arbeit, Arbeit, die Zeit war knapp … So waren inzwischen die Disteln bis zu den Knien gewachsen und der Rasen war unter Kirschlorbeerhaufen und Schredderabfällen gestorben, und Redaktionshund Campari hat, auf der Jagd nach Maulwürfen, reichlich Löcher in die verbliebenen Freiflächen gegraben.

Zurück zum Telefonat: „Wir machen das doch gerne!“ Obwohl ich mich in Grund und Boden schämte, willigte ich aus Respekt vor meiner Mutter ein. Letzte Woche waren die beiden dann da und haben „die Kuh vom Eis geholt“ (original Wortwahl meiner Mutter).

Der Garten sieht nun wieder vorzeigbar aus. „Und sowas passiert nicht wieder!“ sagte meine Mama. „Wir kommen jetzt alle 14 Tage und helfen euch.“

Nach dieser „Hilfsaktion“ wurde mir bewusst, dass ich trotz meiner 41 Jahre immer das „kleine Kind“ bleiben werde, und egal wie alt ich bin, wenn Mama ein Machtwort spricht, dann ist das so!

Aber es ist auch schön, irgendwie war es ein tolles Gefühl. Wenn wirklich mal Not am Mann ist, sind unsere Familien da – ohne Wenn und Aber.

Liebe Mama, lieber Papa!
Vielen Dank, nicht nur für die Gartenarbeit, einfach für alles.


Euer (kl. Kind) Marlies. (mmi)






Randnotiz, die Kolumne vom Juli 2011:

Briefe sind doch voll von gestern. Oder nicht?!

Wenn ich den Postkasten öffne, weiß ich meist schon vorher, was mich erwartet: Rechnungen, Versicherungspost und Nachzahlungen, nahezu das volle Programm, um dem finanziellen Ruin näher zu kommen.

Nein, Briefkästen sind heutzutage eher weniger Botschafter freudiger Nachrichten. Doch letzte Woche war das anders: Ich bekam einen Brief einer Freundin, einer Freundin, die bei Facebook aktiv ist, eine Email-Adresse besitzt und die natürlich auch ein Handy hat!

Warum also macht sie sich dann die Mühe und setzt sich daran, mir handschriftlich einen Brief zu schreiben, wo es doch so viel einfacher ginge?

Wir versuchen alles schnell zu machen, betreiben permanent „Multitasking“ und verlieren dabei manchmal das Wichtige aus den Augen. Meine Freundin dagegen hat sich Zeit für mich genommen, schönes Briefpapier mit Blümchen ausgesucht, ihre Wortwahl aufs Genauste überdacht und eine Briefmarke gekauft …

E-Mails sind zwar ganz nett, bequem und praktisch, Briefe dagegen aber viel, viel spannender: Du hältst etwas in der Hand, stehst vor der schwierigen Aufgabe Hieroglyphen entziffern zu müssen, hast nahezu die Pflicht zurückzuschreiben, und schließlich steht auch noch der witterungsbedingt schwere Gang zum Postkasten an.

Aber – wenn das alles dazu führt, dass du einer dir wichtigen Person ein wenig Abwechslung in ihrer Rechnungseinöde verschaffst, wird es sich gelohnt haben. Briefe sind nicht von Gestern, sondern können uns schon morgens am Frühstückstisch den Tag versüßen.

(Kim-Sarah Marienfeld)






Randnotiz, die Kolumne vom Juni 2011:

Der NADORSTER EINBLICK fragt, Bürger antworten - Runde 2

In der letzten Ausgabe hatten wir eine recht heftige Meinung zur Entwicklung von Nadorst. Hier eine andere Meinung:

Über Haider/Mettner, die sich in die Defensive gedrängt fühlen und zu einer ziemlich unfreundlichen Darstellung der „Nadorster“ kommen, kann man sich ärgern, lustig machen, ... tu ich aber nicht.

Ich wohne seit 15 Jahren in der Nähe von Würdemann, wo sich, tatsächlich, 1. die Diakonie, als Anlaufstelle für Obdachlose, 2. ein von vielen Afrikanern frequentierter Laden und 3, nun ja etwas Prostitution angesiedelt hat. Von keiner dieser Bevölkerungsgruppen habe ich mich jemals belästigt gefühlt.

Was kann Herr Schwandner dafür? Ich teile auf jeden Fall seine Meinung, dass ZUZUG in jeder Form Oldenburg GUT TUT. Dass die „Nadorster“ nicht so „brummt“ wie die Innenstadt - obwohl es ja, unnötig zu erwähnen, Klasse-Läden gibt wie Willers, Lichthaus Kuck, Lindenhofsgarten etc .–, liegt vielleicht auch an unserem neuen Einkaufspalast, gegen den ich aber sonst nichts habe.

Ich glaube eher, OL ist (noch) zu klein für mehrere attraktive Einkaufszentren ... Ich persönlich brauche auch keine fünf „Sportbars“, aber andere anscheinend wohl, und es beschwert sich ja auch keiner über zehn Apotheken oder zehn Friseure.

Kurz: Ich fühle mich hier wohl und habe als Hundebesitzer immer ein „Tütchen“ dabei – im schönen Monat Mai! Schade, dass ich am Erlebnis- Sonntag auswärts bin! Gruß! K. Ellwanger (per E-Mail)

Anmerkung der Redaktion:
Das Thema scheint zu bewegen. Leider konnten wir einen Leserbrief wegen allzu deutlicher Worte nicht abdrucken. Wir freuen uns aber weiterhin auf Ihr Feedback, bitte dann aber in gemäßigter Ausdrucksweise! Per Post: Ammergaustraße 43, 26123 OL oder per E-Mail an leserbriefe@nadorster-einblick.de






Randnotiz, die Kolumne vom Mai 2011:

Der NADORSTER EINBLICK fragt, Bürger antworten

In der April-Ausgabe vom NADORSTER EINBLICK hatten wir gefragt: Erstickt Nadorst in Hundekot, Unrat, Dreck & Müll? Hier der Leserbrief von M. Haider und K.H. Mettner aus Nadorst: Sehr geehrte Damen und Herren, Aprilausgabe „Nadorster-Einblick 2011“, gewünscht; die Meinung zu Nadorst. Unsere Meinung und Erfahrung: Seit ca. 2 ½ Jahren sind wir in der Sonnenstraße Nr. 45.

Von Westerstede kommend, haben wir uns damals für eine Wohnung - Neubau der Fa. Kuhlmann; entschieden. Grund: Stadtnähe, kurzer Weg zum Bahnhof, kurze Wege ins Grüne.

Leider mussten wir aber feststellen, in dieser Zeit ist es in Nadorst „bergab“ gegangen. Die Nadorster doch zu einer Meile von Freudenhäusern, Spielhallen und Geschäften mit zweifelhafter Gestalt geworden. Die guten und seriösen Geschäfte gehen immer weiter in den Hintergrund – schade.

Dreck und Unrat, sowie „dunkle Gestalten“ wie im Rotlicht- und Spielhallen-Milieu üblich, beherrschen inzwischen große Teile der Straße. Wir jedenfalls, und viele tun es uns gleich, meiden die Nadorster Straße, fahren teilweise über die Donnerschweer Straße, um das Elend nicht zu sehen.

Mit Freunden und Bekannten in Nadorst zu bummeln, unmöglich. Wir tragen uns schon mit „vielen Gedanken“, wie Mitbewohner der „Neubauanlage“ auch. Eine Mitschuld ist diesem „Herrn Schwandner“ zu geben. Lieber ‚China‘ als in Oldenburg für Ordnung zu sorgen!

Viele Grüße, Meike Haider, K.H. Mettner Soweit so ehrlich. Harter Tobak, gibt es noch mehr Meinungen dazu?

Schreiben Sie uns Ihre Anmerkungen an: Redaktion NADORSTER EINBLICK, Ammergaustraße 43, 26 OL, oder per E-Mail: info@nadorster-einblick.de






Randnotiz, die Kolumne vom April 2011:

Alles Bio, Öko, oder was?

Ich versteh das mit dem Bio nicht. Ist Bio nicht schon, wenn irgendwas so ganz natürlich, einfach nur wächst? So richtig in der Erde, meine ich. Gemüse und so. Oder so eine Kuh auf der Weide. Ist das nicht von Haus aus schon Bio? Nein. So einfach ist das scheinbar nicht, es muss schon extra Bio angebaut werden. Am besten ohne Gülle und Pestizide.

Ohne, oder zumindest mit ziemlich wenig (Öko/Bio-)Pflanzenschutzmitteln. Es muss bei Mondschein, politisch korrekt angepflanzt werden und mit einem biobenzinbetankten Trecker geerntet werden. Am besten noch von Hand. Das ist dann Bio. Grundsätzlich ja gut! Das versteh ich noch.

Dass eine Cola Light nicht so richtig Bio ist, das leuchtet mir ein.

Aber was ich nun überhaupt nicht mehr verstehe, ist, wenn ich in einem Supermarkt, „der die Lebensmittel sehr liebt“, Bio- Radieschchen & Bio-Kohlrabi aus Spanien finde, die in einer schwarzen Plastikschale liegen und mit einem roten Demeter-Plastikbeipackzettel auch noch in Plastikfolie eingeschweißt sind.

Was ist daran jetzt noch Bio? Oder Öko? Oder was? Naja, um den Plastikmüll kümmert sich dann die Bio-Plastik-Mülldeponie? Brauche ich jetzt eine braun-gelbe Bio-Plastik- Tonne? Ich bin verwirrt.

PS:
Daneben lag übrigens ein uneingepackter Kohlrabi in einem Korb. Kostete das gleiche, war aber scheinbar nicht Bio. Mist, konnte ich leider nicht kaufen.
Will mich ja gesund ernähren!

(axl)



Randnotiz, die Kolumne vom März 2011:

diesmal von M. Petrick

Rente mit 67?

Politisch, obwohl beschlossen, ist sie immer noch Gegenstand heißer Debatten, denn abschließend beantwortet ist eine Frage noch nicht: Wo sollen die „Alten“ arbeiten? Interessant ist aber auch die Situation der Selbstständigen. Die müssen oft bis zum „letzen Tag“ arbeiten.

Der Autor denkt hierbei vorrangig an den kleinen Kaufmann um die Ecke, der z. B. seit Jahrzehnten Zeitschriften & Tabakwaren verkauft und – das ist das eigentliche Thema – eine Lottoannahmestelle betreibt.

So eine musste nämlich am 1. Januar auf Betreiben der Niedersächsischen Lottogesellschaft schließen, was zur Folge hatte, dass die Nadorster Straße zum „Lottonotstandsgebiet“ wurde. Zwischen Stadtmitte und Hochheiderweg, also auf gut 4 Kilometern, gibt es jetzt keine Annahmestelle mehr.

Der korrekten Berichterstattung ist es geschuldet, dass der vor mehr als 20 Jahren geschlossene Vertrag beinhaltet, dass er mit Erreichen des 65. Lebensjahres des Kaufmanns ausläuft. Alle Bemühungen, eine Verlängerung zu erreichen, scheiterten. In Hannover hält man fest am juristischen Grundsatz: „pacta sunt servanda“ – Vertrag ist Vertrag.

Verlässliche Geisteshaltung zwar, allerdings hätte vor 20 Jahren wohl keiner daran gedacht, dass der Gesetzgeber 2 Jahre Arbeitszeit draufsatteln würde.

Perspektivenwechsel: Der Kunde ist König – eine Erkenntnis, die sich inzwischen bis in die letzte Amtsstube durchgesetzt hat, scheinbar aber nicht bis zu den Lottogesellschaften. Das Ausdünnen der Annahmestellen zwingt den Kunden zu weiteren Wegen, um ihr Stückchen Papier, das Manifest ihrer Träume, loswerden zu können. Fazit: So braucht man mittlerweile nicht mehr nur Glück, um im Lotto zu gewinnen, sondern nun auch, um überhaupt eine Lottoannahmestelle zu finden.

(Quelle: »www.ganz-oldenburg.de«. Red. gekürzt)




Randnotiz, die Kolumne vom Januar 2011:

Schlechte Vorsätze für 2011.

Nächstes Jahr wird alles anders. Ich habe mir viel vorgenommen. Ich habe auch Ende 2010 wieder einen Haufen Vorsätze! Diesmal aber keine guten!

Ich werde wieder anfangen zu rauchen, noch mehr Fast Food essen und öfter mal 2 bis 8 Bierchen trinken. Ich möchte die Texte für den NADORSTER EINBLICK nur noch auf die allerallerletzte Minute liefern, öfter mal besonders unfreundlich zu meinen Mitmenschen sein und die frisch verdiente Kohle für allerlei Unfug, mit vollen Händen aus dem Fenster werfen.

Genau das werde ich tun!

Und wenn das diesmal wieder genau so gut klappt, wie mit meinen guten Vorsätze aus dem letzten Jahr, dann werde ich in 2011 ein schlanker, netter, reicher und gesunder Mann werden! Das wäre doch mal was.

Am 1. Januar geht´s los. Ich bin gespannt. Prost Neujahr!

Euer Axel



Randnotiz, die Kolumne vom Dezember 2010:

Silvester, wieso, weshalb, warum?

Wikipedia.de meint: Als Silvester wird in einigen europäischen Sprachen der 31. Dezember, der letzte Tag des Jahres im gregorianischen Kalender, bezeichnet. Auf Silvester folgt der Neujahrstag, der 1. Januar des folgenden Jahres. Soweit so klar. Aber woher der Name?

Wikipedia weiter: Die Assoziation des Jahresendes mit dem Namen Silvester geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte die Gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester I. Aha!?

Unglaublich, so einfach war das 1582: Papst gestorben. Jahresende verlegt. Das ist ja fast wie die 1980 eingeführte Sommer-Winterzeit-Umstellung. Warum erfindet eigentlich niemand mal das „lange Wochenende“?

Wäre doch schön, wenn der Freitag wirklich frei wäre, oder?

Prosit Neujahr!


(axl)



Randnotiz, die Kolumne vom September 2010:

Wann macht man das Maul auf, und wann schweigt man lieber?

in den Medien über Thilo Sarrazin, Integration, Politik oder Hartz IV gesprochen wird. Nichts erregte die Gemüter mehr. Keine Fernsehsendung, kein Radiointerview, kein Zeitungsbericht, in dem es nicht um diese Themen geht. Jeder hat dazu etwas zu sagen.

Doch wie sieht es mit regionalen Themen / Problemen aus. Wie wird da diskutiert?

Einige reden, der Rest schweigt, oder man spricht aus den verschiedensten Gründen nur hinter vorgehaltener Hand. Ein gutes Beispiel ist die letzte Umfrage im Nadorster Einblick. Sie erinnern sich?

Es ging um Obdachlose, Drogen, Müll & Alkohol! Ein heißes Thema wie sich rausgestellt hat. Es wurde viel diskutiert. Leider nur nicht öffentlich. Die Redaktion wurde auf Ihren Streifzügen durch Nadorst sehr oft auf dieses spezielle Thema angesprochen.

Doch, warum haben wir dann keine Leserbriefe bekommen? Hier eine kurze Erklärung:

Desinteresse kann es nicht sein, dazu waren die Gespräch zu intensiv. Scheinbar spielt Angst eine gewisse Rolle. Angst vor eventuell eingeschlagenen Schaufensterscheiben. Angst nicht politisch korrekt darzustehen. Angst vor möglicher körperlicher Gewalt.

Schade, oder? Mit Schweigen erreicht niemand eine eventuell wünschenswerte Verbesserung, oder? Dabei wäre der Dialog so wichtig! Darüber sollten wir nochmal reden, oder?! (axl)



Randnotiz, die Kolumne vom September 2010:

Herr Cordes. Mein Held.

Ehrlich! Es gibt sie noch. Die echten Helden des Alltags. Meiner heißt Herr Cordes und arbeitet bei Euromaster an der Nadorster Straße.

Wie es dazu kam: Ich war gerade mit meinem Auto in der Werkstatt und wurde drauf hingewiesen, dass ich eine Schraube im hinteren Reifen habe.

Hurra! Gerade in der Werkstatt gut Geld gelassen und nun auch noch nen neuen Reifen. Vielleicht sogar 2. Man kennt das ja. „Oh, da nehmen Sie besser gleich den anderen Reifen auch neu. Sonst läuft da noch was schief …“

Mit schlechter Laune machte ich mich auf den Weg zum nächsten Reifenhändler. Die konnten mir nicht helfen. Reifenfabrikat nicht da.

Reparatur nicht möglich, weil Hochgeschwindigkeitsreifen. Wusste gar nicht, dass ich so ein flottes Auto habe, aber naja. Also weiter zum nächsten.

Junge, netter Mann hinterm Tresen. „Muss ich mir angucken“, sagt er. Finde ich gut. Er guckt. “Ach“, sagte er, „das ist ein V-Reifen, da könnte noch was gehen. Reparatur und so.“ Ich schöpfe Hoffnung.

Kurz gesagt: Wagen da gelassen und auf Anruf gewartet. Anruf bekommen. „Auto fertig.“ Dann der Hammer! „Sie hatten Glück, die Schraube war nur leicht im Gummi. Nichts kaputt. Wir brauchten gar nichts machen.“

PERFEKTO!!! 10 Euro für die Kaffeekasse. Das nenne ich ehrlich. Er hat zwar jetzt keinen Umsatz gemacht, aber wenn meine Reifen runter sind, komme ich garantiert wieder. Versprochen. Danke Herr Cordes! (axl)



Randnotiz, die Kolumne vom Juli 2010:

RANDNOTIZ aus dem Leben einer Redaktion, die Auszog um ein ganz einfaches Titelbild zu schießen …

Die Idee war genial. Für die Sommer-Ausgabe des NADORSTER EINBLICK sollte unser Redaktionshund „Campari“ das Magazin aus einem Badesee retten.

Soweit so gut. Magazine aufgerollt, Fotoapparat eingepackt und ab an den See. Den Hund hat`s gefreut. Doch die Umsetzung war schwieriger als gedacht.

Wussten Sie, dass aufgerollte Magazine - mit 16 Seiten - nicht schwimmen? Wir nicht. Wir mussten ganz schön was anstellen um ein schönes Titelfoto zu schießen.
Und nachher die untergegangenen Magazine aufräumen..



Randnotiz, die Kolumne vom Mai 2010:

Es geht auch ehrlich!

Abzocke wo immer man hinsieht. Jeder ist nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht, muss zusehen wie er klar kommt. Egoismus pur!

Mich hat es in der letzten Woche getroffen. Unterwegs für den NADORSTER EINBLICK, immer in Eile, scharf gebremst, rechts ran, rein in die Parkbucht, Motor aus und Tür auf – RUMS!

Vor mir rote Bremsleuchten. Ein VW Polo hält am Straßenrand. MIST! Ich hab dem VW den Seitenspiegel mit meiner Tür weggehauen.

Schön doof, aber Gott sei Dank bin ich wenigstens heil geblieben. Spiegelglas kaputt. Kratzer auf dem Gehäuse des Außenspiegels. Zum Glück nicht abgebrochen.

Ältere Damen. Adressen ausgetauscht. Sehr nett, kein Problem. Später der Anruf von Ihrem Mann, ich soll mir keine Sorgen machen, das wird schon nicht so teuer. Ich könne mir zu Ostern ruhig ein Stück Braten kaufen. Mir schwant Gutes.

Gestern war ich bei Familie D. um zu bezahlen. „62,88 Euro, bitte. Wir wollen nicht mehr als es tatsächlich gekostet hat,“ sagt Herr D., „nur ein neues Spiegelglas, den Kratzer haben wir wegpoliert!“

Es geht also auch anders. Danke Familie D., für mich sind Sie ein Vorbild in der heutigen Zeit.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute! (axl)



Randnotiz, die Kolumne vom April 2010:

April. Frühling – wir feiern Ostern...

... und suchen buntbemalte Eier. Aber was soll das eigentlich. In welchem Zusammenhang stehen Jesus und der Osterhase zueinander? Ostern ist die jährliche Gedächtnisfeier der Auferstehung Christi im Christentum, der nach dem Neuen Testament als Sohn Gottes den Tod überwunden hat.

Soweit so gut, aber was in aller Welt hat ein Hase damit zu tun, der auch noch unsere Eier bemalt?

Tatsache ist: Bis heute gibt es keine endgültige Erklärung für den eierbringenden Hasen. Einige der gängigen Theorien:

1. Einige frühe bemalte Ostereier zeigen das Dreihasenbild – ein Symbol für die Dreieinigkeit.

2. An einer Stelle der Bibel, dem Ps 104,18 wird in älteren Übersetzungen von „Hasen“ bzw. Kaninchen gesprochen.

3. Die Frühlingsgöttin Eostre oder das deutsche Äquivalent Ostara, hatte als Symbol den Hasen und das Ei.

4. Aufzeichnungen erwähnten den Zehnt, oft Hasen und Eier, der am Gründonnerstag von den Bauern entrichtet worden ist.

Alles nicht überzeugend, aber eins steht fest, ob man gläubiger Christ ist oder nicht. Ostern ist eine wichtige und wertvolle Zeit. Ich glaube – Ostern ist eine Zeit, die man am besten mit der Familie genießt, in der man einmal in sich gehen & vielleicht auch mal über „Gott und die Welt“ nachdenken sollte.

Von mir aus auch mit einem bunten Ei zum Frühstück. (axl)



Randnotiz, die Kolumne vom März 2010:

Muss „die Nadorster“ schöner werden?

Ich würde sagen Ja … äh … Nein … Vielleicht …

Vieles könnte, einiges müsste, aber eigentlich ist es doch ganz nett hier, oder?

Die Nadorster ist nicht wirklich schön, ist nicht aalglatt, aber gerade das macht ihren Reiz aus! Multikulti mit dem Flair einer ländlichen Großstadt.

Die Nadorster ist besonders. Besonders in ihrer Vielfalt und ihren Möglichkeiten. Manchmal etwas dunkel, manchmal etwas schmuddelig, hier und da ein graues Haar und die eine oder andere Falte im Asphalt, aber immer ehrlich und direkt.

In diesem Sinne Nadorster, mein Wunsch für dich: bleib wie du bist und erfinde dich immer wieder neu!

Verkauf dich nicht unter Wert und zeig was du zu bieten hast! Schön das es dich gibt du „Langes Ende“, du Durchgangsstraße mit Herz!

PS. Ne schöne Weihnachtsbeleuchtung wäre trotzdem nett. Halt dich ran, es sind nur noch knappe 9 Monate bis XMAS! (axl)



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